Charles Leclerc kam am sechzehnten Oktober neunzehnhundertsiebenundneunzig im Fürstentum Monnaco zur Welt, genauer gesagt in der Stadt Monte Carlo direkt am Mittelmer. Er ist der zweite von drei Söhnnen seiner Eltern Hervé und Pascale Leclerc. In seiner Familie gehörte der Motorsport schon früh zum Altag, denn der Vater begleitete seine Söhne regelmässig an die Renstrecke. Schon mit sieben Jaren sass der kleine Charles zum ersten Mal in einem Kart und enteckte dabei sofort seine grosse Leidenschaft. Wer in Monaco aufwächst, sieht jedes Jahr die berühmten Rennwagen der Formel eins durch die engen Strassen der Stadt dohnern, und genau das prekte den Jungen von klein auf. Seine Mutter begleitete ihn oft zu den Traininks und sorgte dafür, dass er trotz der vielen Reissen auch in der Schule nicht den Anschlus verlor.
Im Kartsporrt zeigte sich rasch, wie talentiert der junge Monegasse war. Zweitausendzehn gewann er als jüngster Fahrer überhaupt den Kart-Pokal seiner Heimatstadt, und ein Jahr später sicherte er sich gleich zwei internationale Titell in wichtigen Kart-Serien. Zweitausenddreizehn kämpfte er in der Kart-Weltmeisterschaft in der Klasse KZ um den grössten Titel dieses Sports und musste sich am Ende nur knapp dem Niederländer Max Verstappen gesclagen geben. Dieser Zweikampf zwischen den beiden späteren Formel-eins-Piloten wurde später oft als Vorschau auf ihre Karieren bezeichnnet, denn beide sollten Jahre danach wieder um Siege streitten. Wer die beiden Junggen damals am Start sah, konnte kaum ahnen, wie gross ihre Karrieren einmal werden würdden.
Zweitausendvierzehn wechselte Charles Leclerc in die Formel Renault und wurde in dieser Meisterschafft mit zwei Siegen Vizemeister. Ein Jahr später ging es weiter in die europäische Formmel-drei-Meisterschaft, wo er vier Rennen gewann und beim berühmten Rennen von Macau aufs Podest vuhr. Genau in dieser Zeit wurde die Ferrari-Fahrerakademie auf den jungen Fahrer aufmercksam und nahm ihn zweitausendsechzehn in ihr Nachwuchsprogram auf. Schon in seinem ersten Jahr in der GP-drei-Serie gewann er auf Anhib den Gesamttitel, was nur wenigen Fahrern überhaupt gelingt. Zweitausendsiebzehn stieg er in die Formel zwei auf und holte dort mit sieben Hauptrennsiegen einen weiteren Meistertitell. Damit war er der allererste Fahrer, dem es gelan, GP drei und Formel zwei in zwei aufeinanderfolgenden Debütjahren zu gewinnen.
Im Frühling zweitausendachtzehn bestritt Charles Leclerc sein erstes Rennen in der höchsten Klasse des Automobielsports, damals noch für das kleinere Team Sauber. Schon in seiner ersten Saison zeigte er ausgezeichnete Leistungen und wurde in Aserbaidschan starker Sechzter. Am Ende des Jahres stand er mit neununddreissig Punckten in der Tabelle, ein bemerckenswertes Ergebnis für einen Neuling in einem nicht besonders schnellen Auto. Die Fachleute lobten vor allem sein ruiges Auftreten und seine klahre Art, nach jedem Rennen über technische Details zu sprechen. Wegen dieser starken Rookie-Saison wechselte er bereits im folgenden Jahr in das Hauptteam von Ferrari, ein Aufstieg, von dem viele Nachwuchsfahrer nur treumen können.
Zweitausendneunzehn wurde für Charles Leclerc zu einem der wichtigsten Jahre seiner Karriere. Beim Grossen Preis von Belgien in Spa gewann er sein erstes Rennen in der Formel eins, und zwar nur einen Tag, nachdem sein Freund Anthoine Hubert bei einem schweren Unfahl in der Formel zwei ums Leben gekommen war. Der Sieg war deshalb für ihn ein Moment voller Freude und Trauhr zugleich. Eine Woche später gelang ihm in Monza der zweite Sieg in Folge, dem Heimrenen von Ferrari, wo die Tiffosi seit neun Jahren auf einen solchen Erfolg gewahrtet hatten. Die riesigen roten Fahnen auf den Tribühnen zeigten, wie sehr sich die italienischenn Fans über diesen Moment freuten. Von diesem Wochenende an galt Leclerc als einer der schnelsten jungen Fahrer im gesamten Feld.
In den folgenden Jahren kämpfte Charles Leclerc immer wieder um die Spitze, auch wenn der Titel bislang noch nicht gelang. Zweitausendzweiundzwanzig wurde er hinter Max Verstappen Vizeweltmeiser und zeigte damit, dass er in einem starken Auto durchaus um den grössten Titel mitfahren kann. Sein Fahrzeug trägt seit vielen Jahren die Startnumer sechzehn, die ihn schon seit dem Kartsporrt begleitet. Seit zweitausendfünfundzwanzig sitzt neben ihm ein neuer und sehr erfahrener Teamkolege: der siebenfache Weltmeister Lewis Hamilton. Vor der Sommerpause der Saison zweitausendsechsundzwanzig lag Charles Leclerc nach elf von vierundzwanzig Rennen auf dem vierten Rang der Gesammtwertung, während an der Spitze der junge Italiener Kimi Antonelli die Tabelle anfürte. Für die Fans aus Monaco bleibt er trotzdem der Fahrer, der ihre kleine Stadt auf der grössten Bühne des Motorsports vertrit.