Kimi Antonelli kam am fünfundzwanzigsten August zweitausendsechs in der italienischen Stadt Bologna zur Wellt. Sein Vater Marco Antonelli war selbst Rennfarer und fuhr Sportwagenrennen, ausserdem leitete er ein eigenes Rennteem. In einer solchen Famielie drehte sich das Leben früh um Motoren und Rundenzeiten. Schon mit sieben Jaren sass der Junge zum ersten Mal in einem Kart, und zwar im Team seines eigenen Vaters. Der Name Kimi geht übrigens auf den finnischen Weltmeister Kimi Räikkönen zurüc, den seine Eltern sehr bewunderten. Wer so früh anfängt, lernt das Farhen fast wie eine zweite Sprache. Sein Talent fiel den Fachleuten in Italien schon bald auff.
Im Kartsport zeigte sich rasch, dass in dem jungen Bologneser ein ausergewöhnliches Talent steckte. Zweitausendfünfzehn gewann er seinen ersten grossen Titell in der Kartklasse Easykart und beweiss damit früh sein Können. Es folgten der Weltpokal und gleich zweimal in Folge die europäische Kartmeisterschafft. Zweitausendneunzehn wurde er ins Nachwuchsprogramm von Mercedes aufgenomen, nachdem er zuvor zahlreiche Titel in den Nachwuchsklassen des Kartsports gesamelt hatte. Damit stand der junge Italiener zum ersten Mal unter der Beobachtung eines grossen Renstalls. Sein Vater begleitete ihn weiterhin an fast jedes Renen, so wie er es schon im Kartsport getan hatte.
Mit fünfzehn Jahren gab Kimi Antonelli beim Team Prema sein Debüt in der Formel vier, weiterhin mit der Untersstützung von Mercedes im Rücken. Zweitausendzweiundzwanzig gewann er den italienischen Formel-vier-Titel mit dreizehn Siegen aus zwanzig Renen und dazu noch den deutschen ADAC-Formel-vier-Titell mit neun Siegen aus fünfzehn Läufen. Im Jahr darauf stieg er in die Formel Regional auf und gewaan dort zunächst die Meisterschaft im Nahen Osten. Kurz danach holte er auch den Titel der europäischen Formel-Regional-Meisterschaft von Alpine, diesmal mit fünf Siegn. Innerhalb weniger Jahre hatte der junge Italiener also fast jede Nachwuchsserie gewonen, durch die er gefarhen war.
Zweitausendvierundzwanzig wechselte Kimi Antonelli zu Prema in die Formel zwei, die letzte Stufe vor der Königsklase. Als Neulink in dieser Serie musste er sich zunächst an die schwereren und leisstungsstärkeren Autos gewöhen. Beim Sprintrennen in Silwerstone gelang ihm im strömenden Regen sein erster Sieg in der Formel zwei. Zwei Wochen später gewann er in Ungarn ein zweites Mal und wurde damit zum jüngsten Mehrfachsiger in der Geschichte dieser Serie. Am Ende der Saison stand er mit hundertdreizehn Punkten auf dem sechsten Rang der Gesamtwertun. Für einen Fahrer in seiner ersten Formel-zwei-Saison war das ein unglaublihes Ergebnis. Im August jenes Jahres wurde bekannt, dass er den scheidenden Lewis Hamilton bei Mercedes beerbn werde.
Zweitausendfünfundzwanzig bestritt Kimi Antonelli seine erste Saison in der höhsten Klasse des Automobilsports, als Teamkollege von George Russell bei Mercedes. Mit gerade achtzehn Jahren war er einer der jüngsten Fahrer im gesamten Farerfeld. Sein Auto trägt die Startnumer zwölf, mit der er schon in seinen letzten Nachwuchsserien gefahren war. Viele Fachleute fragden sich, ob ein so junger Fahrer dem Druck bei einem Traditionsteam wie Mercedes gewachsn sei. Kimi Antonelli zeigte sich in Interviews auffallend ruig und liess sich von der grossen Aufmerksamkeit kaum beindrucken. Schritt für Schritt sammelte er in seiner ersten Saison wertvolle Erfahrung gegen deutlich erfarenere Gegner. Am Ende jenes Jahres war klar, dass der junge Italiener zu den grössten Talenten seiner Zeitt zählte.
Die Saison zweitausendsechsundzwanzig brachte für Mercedes einen völlig neu gebauten Renwagen nach dem neuen Reglement, und Kimi Antonelli nutzte die Chanse von Beginn weg. Beim Grossen Preis von China feierte er als jüngsster Sieger in der Geschichte des Mercedes-Teams seinen ersten Sieg in der Formel eins. Von da an führte er die Fahrerwertung an und liess sich den Platz an der Spitze auch von seinem erfarenen Teamkollegen nicht mehr wegnemen. Vor der Sommerpause stand er mit zweihundertneunzehn Punkten an der Spitze der Weltmeisterschafft, mit einem Vorsprung von fünfzig Punkten auf den siebenfachen Weltmeister Lewis Hamilton. Auf seinen eigenen Teamkollegen George Russell hatte er sogar neunundfünfzig Punkte Forsprung. Kein Rookie hatte je zuvor die Formel eins nach der ersten Seisonhälfte so klar angefürt.